Neckarbrücke – Radverkehr ja – Auto nein

Am 20. September 2019, dem von Fridays for Future Tübingen ausgerufenen Klimastreiktag, ist im Tübinger Innenstadtverkehr eine neue Ära angebrochen. Der bisher mitten durch die Stadt fließende PKW-Verkehr wird dort verdrängt, und die Fahrradfahrer*innen und Busse erhalten mehr vom knappen Verkehrsraum. Nun kann man nicht mehr, wenn man die Neckarbrücke überquert, geradeaus weiter durch die Mühlstraße fahren. Dies ist die Folge eines von unserer AL/ Grüne Fraktion im Gemeinderat Tübingen gestellten Antrags (Link siehe ganz unten), der nun von der Tübinger Stadtverwaltung unter Leitung von OB Boris Palmer versuchsweise umgesetzt wird.
Wir haben beantragt, dass die wichtigste Tübinger Fahrrad-Route von der Unterführung Karlstraße (Steinlachunterführung) bis einschließlich der Wilhelmstraße (Uni-Campus) durchgehend breite und gut markierte Fahrradstreifen erhalten soll. Als erster Baustein davon soll die mittlere Fahrspur auf der Neckarbrücke für den PKW-Verkehr gesperrt und zu einem 4m breiten Zwei-Richtungs-Fahrrad-Fahrradstreifen umgestaltet werden. Die Folge dieser Maßnahme ist, dass es für PKW keine Spur mehr gibt, die in die Mühlstraße führt.

Freitag, 20. September ca. 8:15 Uhr

Bisher mussten Radfahrer*innen eingekeilt zwischen startenden Bussen und losfahrenden PKW in die Mühlstraße fahren, wo sie wegen der dort ständig illegal parkenden PKW auf engstem Raum und mit vielen Konflikten und Unfallgefahren ihren Weg suchen mussten. Das ist jetzt grundlegend anders.Weil die PKW Zufahrt zur Mühlstraße nun sehr eingeschränkt ist, wird es auf dem Fußweg kaum mehr illegal parkende PKW geben, was auch für die Fußgänger*innen dort ein großer Gewinn ist. Radfahrer*innen müssen übrigens auch nur noch in Ausnahmefällen den Fußweg mitbenutzen, weil durch eine ausgeklügelte Ampelschaltung die Busse und die Radfahrer*innen immer wechselweise in die Mühlstraße einfahren. Somit fahren in der Regel keine Busse direkt hinter, neben und vor den Radfahrer*innen, so dass man mit dem Rad ohne jemand zu behindern auf der Fahrbahn fahren kann.
Übrigens werden Busse auch nicht mehr von den vielen PKW ausgebremst, und können somit rascher und pünktlicher fahren.
Dadurch, dass die Haupt-Radverkehrs-Route nun deutlich sicherer und angenehmer zu befahren wird, erhoffen wir uns mehr Umstiege von PKW auf Fahrräder, und somit insgesamt einen Trend zu weniger PKW-Fahrten in der Innenstadt einzuleiten.
Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse und Erfahrungen, welche werden dieses achtwöchigen Verkehrsversuch gesammelt werden.
Hier der Link zu unserem Antrag:
https://al.gruene.de/wp-content/uploads/2019/07/A19_533-Fahrrad-Karlstr-Wilheomstr.pdf

 

 

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